Was müssen Sie für die MPU über die Alkohol Wirkung auf Ihren Körper und Gehirn wissen?

Was ist Alkohol?

In der Welt der Chemie begegnen uns vielfältige Arten von Alkoholen. Im alltäglichen Sprachgebrauch verbinden wir Alkohol meist mit jenem Bestandteil in alkoholischen Getränken, der Rauschzustände auslösen kann und möglicherweise abhängig macht. Bei diesem speziellen "Trinkalkohol" der durch den Mund in den Körper kommt handelt es sich um Ethanol – eine farblose, leicht entzündbare Substanz mit einem scharfen und brennenden Geschmack. Üblicherweise wird Trinkalkohol aus verschiedenen pflanzlichen Quellen wie Weintrauben, Kartoffeln, Getreide oder Gerste gewonnen. Die verschiedenen Alkohole unterscheiden sich nicht nur im Geschmack und der Wirkung, sondern auch im Alkoholgehalt. Alkohol ist jedoch nicht nur in Getränken präsent, sondern auch in Reinigungsmitteln, Desinfektionslösungen und verschiedenen Medikamenten mit verschiedener Alkoholkonzentration.

Was gefällt den Menschen an dem Konsum von Alkohol?

Der erste Schluck Alkohol wurde von tausenden von Jahren getrunken, schon immer wollten Menschen Alkohol Trinken. Menschen konsumieren seitdem alkoholische Getränke aus verschiedenen Gründen und Motiven vor allem wenn Sie sich freuen oder trauern. Einige tun dies aus Freude am Genuss, der Suche nach Vergnügen, aufregenden Erfahrungen oder zum Resett/Abschalten des Gehirns für eine kurze Zeit. Andererseits dient Alkohol für manche als Bewältigungsstrategie, um mit Ängsten, ungünstigen Emotionen und Stress umzugehen.

Zu unterscheiden ist dabei ob es ein Glas Wein oder zwei Flaschen Vodka sind, die Alkoholmenge wirkt sich auf den Rauschzustand aus. In moderaten Mengen hat Alkohol vor allem eine entspannende, angstlösende und stimulierende Wirkung. Zusätzlich kann er kurzfristig die Stimmung heben, bei der Überwindung von Unsicherheit und Angst helfen sowie von negativen Emotionen distanzieren.

Soziale Einflüsse spielen eine erhebliche Rolle bei der Entscheidung, Alkohol zu konsumieren. Dies ist auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft zu beobachten:

Gesellschaftliche und kulturelle Normen üben Einfluss aus. In Deutschland beispielsweise ist der Alkoholkonsum etwas von der Gesellschaft akzeptiertes und in zahlreiche Traditionen integriert. Geburtstage, Hochzeiten und diverse andere Anlässe werden häufig mit einem Glas Wein gefeiert, was als eine Art Ritual betrachtet wird.

Die Familie, der Freundeskreis, die Schule und das Umfeld auf der Arbeit beeinflussen ebenfalls das Trinkverhalten. Bei gesellschaftlichen Zusammenkünften, wie Feiern, konsumieren viele Menschen gemeinsam Alkohol. Alkohol wird nicht einfach so als Volksdroge bezeichnet.

Für manche Personen kann die Befürchtung, aus einer bestimmten Gruppe ausgeschlossen zu werden, ein Anreiz sein, Alkohol zu trinken.

Nicht zuletzt kann auch Werbung den Konsum von Alkohol beeinflussen.

Wie nimmt unser Körper den Alkohol auf?

Alkohol gelangt hauptsächlich durch die Schleimhäute des Dünndarms in den Körper und den Blutkreislauf. Innerhalb weniger Minuten verteilt sich der Alkohol im Blutkreislauf und schließlich im gesamten Körperwasser. Aufgrund der hohen Wasseranteile im menschlichen Körper sind die meisten Gewebe, einschließlich Organe wie das Herz, die Gehirnmasse und die Muskeln, dem Alkohol ausgesetzt. In stark durchblutete Organe wie die Leber und das Gehirn gelangt der Alkohol schneller als in weniger stark durchbluteten Organen. Die höchste Konzentration an Alkohol im Blut wird normalerweise zwischen 45 und 75 Minuten nach der Aufnahme erreicht.

Wirkung von Alkohol auf das menschliche Gehirn

Es ist essentiell für Ihre Alkohol MPU, dass Sie verstehen, wie sich Alkohol auf unsere Sinneswahrnehmungen und unser Verhalten auswirkt und wie das Alkohol trinken unseren Körper und Psyche schaden zufügt.

Alkohol fungiert als Nervengift und Zellgift, das nach Einnahme fast jedes Organ erreicht. Verschiedene Organe reagieren unterschiedlich auf die Auswirkungen von Alkohol, insbesondere das Gehirn durch das Absterben der Gehirnzellen. Hier beeinflusst Alkohol verschiedene Neurotransmitter, die für die Übertragung von Informationen zwischen den Nervenzellen verantwortlich sind. Dies führt zu einer hemmenden oder dämpfenden Wirkung auf die Informationsübertragung.

Die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit werden verlangsamt, nachdem Alkohol konsumiert wurde. Die Aufnahme von Alkohol aktiviert auch das Belohnungssystem im Gehirn durch den Einfluss auf Neurotransmitter. In moderaten Mengen wirkt Alkohol daher stimmungsaufhellend, entspannend und angstlösend, was zu einem angenehmen Gefühl führt. Bei übermäßigem Konsum hingegen tritt eine betäubende Wirkung ein. Normalerweise lässt die hemmende Wirkung nach, sobald der Alkohol im Körper abgebaut ist.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Alkohol nicht nur physiologische Prozesse im Gehirnzellen beeinflusst. Das Gehirn speichert Erinnerungen daran, wie Alkoholkonsum in bestimmten Situationen, beispielsweise entspannend, empfunden wurde. Infolgedessen können bereits ein bestimmter Geruch oder eine spezifische Person, die an solche Situationen erinnert, das Verlangen nach Alkohol auslösen. Dieses Phänomen wird als Konditionierung bezeichnet.

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Wie baut der Körper den Alkohol ab?

Für Ihre MPU wegen Alkohol ist es auch besonders wichtig zu verstehen, wie Ihr Körper nach einem Alkoholrausch den Alkohol abbaut.

Ein kleiner Anteil des Alkohols wird durch Ausatmen, Ausscheidung über die Haut und die Nieren aus dem Körper entfernt. Der größere Teil wird jedoch metabolisiert und in Wasser sowie Kohlendioxid umgewandelt. Dieser Abbau setzt bereits in den Schleimhäuten des Magens ein, noch bevor der Alkohol in den Blutkreislauf gelangt. Die Leber ist für den Abbau von über 90 Prozent des Alkohols verantwortlich.

Während dieses Prozesses nimmt der Alkoholgehalt im Blut ab: bei Frauen durchschnittlich um 0,13 Promille und bei Männern um 0,15 Promille pro Stunde.

MPU und die Folgen des Alkoholkonsums: Verstand gegen Bedürfnisse

Unser Kortex ist das Zentrum unserer Rationalität und Intelligenz. Hier werden die Prinzipien und ethischen Werte abgespeichert, die wir während unseres Daseins erwerben.

Das limbische System ist der Ort unserer grundlegenden Instinkte und Emotionen.

Der Kortex sorgt dafür, dass wir unseren grundlegenden Instinkten und Emotionen nicht blindlings folgen, sondern sie in gesellschaftlich akzeptierter Weise ausdrücken.

Wenn unser Kortex unsere Emotionen und Wünsche zu strikt reguliert, können sie unkontrolliert ausbrechen. Viele haben bereits in der Kindheit gelernt, sich zu beherrschen und nicht jeder Emotion spontan nachzugeben. Im nüchternen Zustand kann übermäßige Selbstkontrolle dazu führen, dass wir uns eingeschränkt fühlen. Ab einem bestimmten Alkoholpegel können sich diese Emotionen plötzlich und unkontrolliert entladen. Deswegen wirkt Alkohol für manche Menschen unter anderem als eine Art Ventil.

Unterdrückte Gefühle kommen zum Vorschein - so wirkt Alkohol auf unsere Psyche

Der Konsum von Alkohol kann dazu führen, dass wir uns freier, offener und gelöster fühlen. Die regulierenden Mechanismen des Kortex werden schwächer, sodass Emotionen und unterdrückte Wünsche zum Vorschein kommen können.

Das rationale Denken tritt in den Hintergrund und alkoholbedingte Entscheidungen werden nicht mehr von der Logik bestimmt. Bei sehr hohem Alkoholkonsum, wenn der Kortex vollständig die Kontrolle verliert, kann es zu Erinnerungslücken kommen.

Sobald der Einfluss des Alkohols nachlässt, nimmt der Kortex wieder die Kontrolle auf und wir versuchen, uns besser zu beherrschen. Aber das ist oft leichter gesagt als getan: Unsere Emotionen werden wahrscheinlich erneut durchbrechen, sobald der Einfluss des Alkohols den Kortex wieder schwächt.

Einfluss des Alkohols auf unser Sehvermögen

Durch den Alkohol werden unsere Augenmuskulatur beeinträchtigt und die Verarbeitung der visuellen Eindrücke im Gehirn gestört. Schon bei einem Blutalkoholspiegel von 0,3 ‰ treten Sehprobleme auf.

Der Sichtbereich verkleinert sich: Ein Autofahrer kann immer nur in einem bestimmten Bereich erkennen, was in seiner Umgebung passiert. Bei Alkoholkonsum reduziert sich dieser Bereich, sodass der Eindruck entsteht, man schaue durch ein Röhre. Ein plötzliches Hindernis, wie ein Kind, das die Straße betritt, kann übersehen werden.

Die Augenbewegung wird langsamer: Alkohol verlangsamt unsere Fähigkeit, den Blick rasch zu wechseln, was zu verzögerten Reaktionen führt.

Das Erkennen unterschiedlicher Entfernungen verschlechtert sich: Im nüchternen Zustand kann das Auge schnell zwischen verschiedenen Entfernungen wechseln. Unter Alkoholeinfluss wird diese Fähigkeit beeinträchtigt, da die Koordination zwischen beiden Augen nicht mehr optimal funktioniert.

Doppelbilder treten auf: Alkoholkonsum kann dazu führen, dass unsere Augen einen Punkt nicht gleichzeitig fixieren können. Dadurch erscheint alles doppelt.

Die Reaktion der Pupillen wird langsamer: Unter Alkoholeinfluss verlangsamt sich die Anpassung der Pupille an unterschiedliche Lichtverhältnisse, was bei plötzlichem grellem Licht zu Blendungen führt.

Auswirkungen des Alkohols auf unsere Bewegung

Alkohol beeinflusst unsere Bewegungsabläufe variabel je nach konsumierter Menge. Bei geringem Konsum wird unsere Präzisionsmotorik beeinflusst, während hoher Konsum zu unsicherem Gehen führen kann.

In kleinen Mengen führt die Wirkung von Alkohol oft zu einer lockeren, enthemmten Haltung. Bei höherem Konsum werden unsere Bewegungen unkoordinierter, unsicher und eventuell sogar unbeweglich. Hoher Alkoholkonsum kann auch unsere Sprache beeinflussen, indem das Sprechen schwerfälliger und undeutlicher wird.

Auswirkungen des Alkohols auf unsere Bewegung

Alkohol beeinflusst unsere Bewegungsabläufe variabel je nach konsumierter Menge. Bei geringem Konsum wird unsere Präzisionsmotorik beeinflusst, während hoher Konsum zu unsicherem Gehen führen kann.

In kleinen Mengen führt die Wirkung von Alkohol oft zu einer lockeren, enthemmten Haltung. Bei höherem Konsum werden unsere Bewegungen unkoordinierter, unsicher und eventuell sogar unbeweglich. Hoher Alkoholkonsum kann auch unsere Sprache beeinflussen, indem das Sprechen schwerfälliger und undeutlicher wird.

Die Folgen des langfristigen Konsums von Alkohol

Körperliche Schäden

Alkoholkonsum kann erhebliche Risiken, Folgen und Schäden für die Schleimhäute, Organe, Muskeln und Nervenzellen verursachen, was wiederum neben der körperlichen Alkoholabhängigkeit die Entwicklung von über 200 verschiedenen Krankheiten begünstigen kann. Diese Schädigungen sind individuell variabel und zeigen Unterschiede je nach betroffenem Körperorgan. Hier sind als Beispiel einige der häufigsten Auswirkungen vom Zellgift Alkohol:

  1. Alkoholische Fettleber und Leberzirrhose

  2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck

  3. Impotenz

  4. Entzündung der Bauchspeicheldrüse, mit möglicher Folge von Diabetes mellitus

  5. Entzündungen der Magenschleimhaut und Magengeschwüre

  6. Übertriebener Körpergewicht

  7. Nervenschädigungen, insbesondere Polyneuropathien

Zudem kann beim Alkoholabbau, Acetaldehyd, die DNA von Zellen schädigen und dadurch das Risiko für verschiedene Krebsarten erhöhen. Hierzu zählen Tumore im Mund- und Rachenbereich, Kehlkopf- und Speiseröhrenkrebs, Leber- sowie Dick- und Enddarmkrebs. Bei Frauen besteht zudem ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Des Weiteren hemmt Alkohol die Aufnahme essenzieller Nährstoffe wie Vitamin B1 und Folsäure durch den Körper und führt zu Alkoholvergiftung. Bei chronischem Konsum können dadurch Nährstoffmängel und Kleinhirnschwund begünstigt werden.

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann bei Kindern unter anderem zu Kleinwuchs, verminderter Intelligenz, Herzfehlern und Verhaltensstörungen führen, was als Fetales Alkoholsyndrom bekannt ist.

Psychische Folgen

Mögliche psychische Beeinträchtigungen, die durch langanhaltenden Alkoholkonsum auftreten können, sind:

  1. Veränderungen der Persönlichkeit, wie ein geringes Selbstwertgefühl, vermehrte Aggressivität oder gesteigerte Eifersucht.

  2. Auftreten von Depressionen und Angststörungen und Alkoholabhängigkeit.

  3. Beeinträchtigungen der Konzentration und des Gedächtnisses, welche Demenz Symptome hervorrufen können.

  4. Verminderte Intelligenzleistungen und Gehirnfunktionen.

Juristische und soziale Konsequenzen

Die Folgen der jährliche ökonomische Schaden durch Alkoholkonsum beläuft sich auf knapp 40 Milliarden Euro. Dieser Schaden manifestiert sich nicht nur durch Verkehrsunfälle, sondern auch durch Straftaten und den Verlust an Produktivität von Menschen.

Bereits geringfügige Blutalkoholkonzentration beeinträchtigen in der Regel die Koordinationsfähigkeit erheblich. Die Reflexe werden geschwächt und betrunkene Menschen haben Schwierigkeiten, Entfernungen richtig einzuschätzen. Darüber hinaus wirkt sich Alkohol negativ auf Seh- und Hörvermögen der Menschen aus. Im Jahr 2019 führten allein Verkehrsunfälle mit Alkoholeinfluss zum Tod von 228 Menschen, während 17.183 Personen verletzt wurden. Experten gehen davon aus, dass etwa 45 Prozent der Verkehrstoten im Straßenverkehr aufgrund von Alkoholkonsum anderer Verkehrsteilnehmer sterben.

Etwa 222.000 Straftaten werden jährlich unter Alkoholeinfluss begangen. Im Jahr 2014 wurden beispielsweise gegen 250.000 Tatverdächtige ermittelt, die unter Alkoholeinfluss an Gewalttaten beteiligt waren. Etwa 30 Prozent aller Gewalttaten wie Totschlag oder sexueller Missbrauch werden von Ermittlern mit Alkohol in Verbindung gebracht.

Der Alkoholkonsum führt jährlich zu Produktivitätsverlusten von über 30 Milliarden Euro. Ein erheblicher Teil dieser Verluste entsteht durch das Fernbleiben alkoholkonsumierender Personen von der Arbeit. Zwischen 20 und 25 Prozent aller Arbeitsunfälle sind auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen.

Alkohol im Körper - Einfluss auf die Fahrfähigkeit

Das Autofahren erfordert die Koordination vieler Bewegungsabläufe. Alkohol beeinträchtigt die Präzision dieser Bewegungen. Das Blickverhalten ändert sich und wir neigen dazu, in die Richtung zu steuern, in die wir schauen. Dies führt oft zu unsicherem Fahren.

Zusätzlich zu größeren Fehlern wie dem Fahren in Schlangenlinien, kann es zu kleineren Fehlhandlungen kommen, wie dem Verwechseln von Bedienelementen im Auto.

Das Risiko eines Unfalls steigt deutlich mit dem Alkoholkonsum: Bei einem Wert von 0,8 ‰ ist das Unfallrisiko viermal höher als im nüchternen Zustand. Alkohol ist eine häufige Ursache für Verkehrsunfälle mit verschiedenen Folgen, von leichten Kollisionen bis zu tödlichen Unfällen.

FAQ

Wie ist die Wirkung von Alkohol im Körper?

Alkohol wird über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und wirkt hauptsächlich auf das zentrale Nervensystem. Er kann stimmungsaufhellend wirken, aber auch die Reaktionsfähigkeit, Koordination und das Urteilsvermögen beeinträchtigen. Bei höheren Mengen sind Gesundheitsschäden und Abhängigkeit möglich.

Hat Alkohol auch positive Wirkung?

In geringen Mengen kann Alkohol soziale Hemmungen verringern und zu einer gewissen Entspannung führen. Manche Studien suggerieren, dass mäßiger Konsum bestimmter alkoholischer Getränke wie Rotwein positive Effekte auf die Herzgesundheit haben könnte, jedoch sind diese Wirkungen umstritten und sollten nicht als allgemeine Empfehlung für Alkoholkonsum missverstanden werden.

Wie lange dauert die Wirkung von Alkohol?

Die Wirkungsdauer von Alkohol hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der konsumierten Menge, dem Körpergewicht und dem Stoffwechsel des Einzelnen. Im Durchschnitt baut der Körper etwa 0,1 Promille pro Stunde ab. Doch die subjektive Wirkung kann kürzer oder länger andauern und ist individuell verschieden.